Andreas Usenbenz | Audiovisual Media

Filmemacher | Sound Designer

Die Essenz der Dinge

Füße stecken knöcheltief im Schlamm, platschen, graben sich in den Dreck, spielen an der Oberfläche. Es schmatzt und gluckert. Szenenwechsel. Knirschende Schritte im Schnee – mal schnell, mal langsam – dann: Stille. Szenenwechsel. Große und kleine Zementbrocken rutschen einen Geröllhaufen hinunter, schlagen gegeneinander und  bleiben dann mit einem leisen Klacken liegen. Szenenwechsel. Eine Handvoll Windräder dreht sich im Wind, eines davon bewegt sich nicht.

Andreas Usenbenz ist auf der Jagd. Der Sounddesigner und Filmemacher aus Ulm fängt die unterschiedlichsten Geräusche und Momente ein – mal mit dem Mikrofon, mal mit der Kamera – aber immer mit akribischer Aufmerksamkeit, geschultem Blick und Ohr sowie dem passenden technischen Equipment. Für ihn hat alles eine eigene, nicht reproduzierbare Persönlichkeit, die er für seine audiovisuellen Projekte nutzen kann. „Meine Leidenschaft ist, Dinge aus meiner Umgebung wahrzunehmen, auf die sonst keiner achtet, und ihre Essenz zum Vorschein zu bringen“, erklärt der Diplom Audio Ingenieur, der seit 2010 im Bereich der audiovisuellen Medien selbstständig ist.

Mit seinen Arbeiten will Usenbenz eine neue Perspektive, einen anderen Blickwinkel ermöglichen. Er selbst bezeichnet sich als  Grenzgänger – nicht nur in Sachen Sounddesign, sondern ebenso beim Film, seinem zweiten Standbein. Seit 2013 realisiert der 41-Jährige Produkt- und Imagefilme deutschlandweit. Usenbenz geht es dabei vor allem darum, Storys jenseits des Mainstreams und des platten Marketinggeschreis zu entwickeln. „Mit meinen Filmen will ich transportieren, was den Kunden oder das Produkt ausmacht, und Emotionen beim Zuschauer auslösen“, bringt der Filmemacher es auf den Punkt. Lachen, Gänsehaut, Erstaunen: Um das hervorzurufen, denkt Usenbenz auch gern um die Ecke. So wird aus Reinigungskräften einer Gebäudereinigungsfirma ein Sondereinsatzkommando, das Nachts im Hintergrund agiert. 

Was den Tausendsassa antreibt? Stetig besser zu werden. Sein Wunsch: noch mehr ungewöhnliche Filmprojekte umzusetzen. So wie bei seinen Sounds, für die er schon mal die Schuhe auszieht, um durch den Schlamm zu waten.

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